GEG (Gebäudeenergiegesetz): Das zentrale Regelwerk für energieeffizientes Bauen in Deutschland

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist seit November 2020 in Kraft und stellt das zentrale Regelwerk für energetische Standards im deutschen Gebäudesektor dar. Es fasst die bisherigen Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV), des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) in einem einheitlichen Gesetz zusammen. Das GEG definiert verbindliche Anforderungen für die Energieeffizienz von Neubauten und Bestandsgebäuden bei Sanierungen und trägt damit maßgeblich zur Erreichung der deutschen Klimaziele bei.

Ziele und Inhalte des Gebäudeenergiegesetzes

Das GEG verfolgt mehrere zentrale Ziele: Es soll den Energieverbrauch von Gebäuden reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien fördern und die CO₂-Emissionen im Gebäudesektor senken. Das Gesetz gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude und regelt unter anderem:

Praxisbeispiele und typische Kennzahlen

Für Neubauten legt das GEG konkrete Grenzwerte fest. Ein typisches Einfamilienhaus muss beispielsweise einen Jahres-Primärenergiebedarf von maximal 75 kWh/(m²·a) aufweisen. Bei der Gebäudehülle sind U-Werte (Wärmedurchgangskoeffizienten) von 0,24 W/(m²·K) für Außenwände und 0,20 W/(m²·K) für Dachflächen üblich. Für die Nutzung erneuerbarer Energien gibt es verschiedene Erfüllungsoptionen: So kann etwa 15% des Wärme- und Kältebedarfs durch Solarthermie gedeckt werden, oder es muss eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,5 installiert werden.

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hauseigentümer ist das GEG von großer praktischer Bedeutung. Bei Neubauvorhaben müssen die gesetzlichen Vorgaben zwingend eingehalten werden. Bei Sanierungen im Bestand gelten die Anforderungen, wenn mehr als 10% einer Bauteilfläche verändert werden. Besonders relevant ist die Nachrüstpflicht: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen in der Regel ausgetauscht werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Das GEG schafft damit klare Rahmenbedingungen und sorgt für Planungssicherheit bei Bau- und Sanierungsvorhaben.

Bezug zu deutschen Normen, Förderung und Markt

Das GEG basiert auf deutschen Normen wie DIN 4108 (Wärmeschutz) und DIN 4701 (Heizlastberechnung). Es ist eng mit dem Gebäudeenergieausweis verknüpft, der die energetische Qualität eines Gebäudes dokumentiert. Für die Umsetzung der GEG-Anforderungen gibt es umfangreiche Förderprogramme. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Eigentümer mit Zuschüssen oder Krediten bei energetischen Sanierungen und dem Einbau effizienter Heizsysteme. Auf dem deutschen Markt hat das GEG zu einem verstärkten Einsatz von Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Photovoltaiksystemen geführt. Es treibt die Modernisierung des Gebäudebestands voran und schafft Anreize für innovative Technologien.

Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Das GEG wird regelmäßig an die europäischen und nationalen Klimaziele angepasst. Seit 2023 gelten verschärfte Anforderungen für Neubauten, die den Primärenergiebedarf weiter reduzieren. Geplant ist zudem, dass ab 2024 jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung des GEG für die Energiewende im Gebäudesektor. Hauseigentümer sollten sich frühzeitig über die aktuellen Vorschriften informieren, um von Fördermitteln zu profitieren und langfristig kosteneffiziente Lösungen umzusetzen.

Waermepumpe Solar

GEG (Gebäudeenergiegesetz) – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

Das GEG (Gebäudeenergiegesetz) regelt energetische Standards für Gebäude in Deutschland. Erfahren Sie alles zu Anforderungen, Förderung und Praxisbeispielen…

Kostenlos. Unverbindlich. Schnell.

Vergleichen Sie Angebote von qualifizierten Fachbetrieben für Photovoltaik und Wärmepumpen aus Ihrer Region. Erste Angebote erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden, DSGVO-konform, ohne versteckte Kosten und ohne lästige Anrufe.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Bis zu drei qualifizierte Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen Ihre Anfrage.
  3. Sie erhalten individuelle Angebote per E-Mail, vergleichen in Ruhe und entscheiden ohne Druck.

Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.