Was ist die KfW-Heizungsförderung (Programm 458)?

Die KfW-Heizungsförderung, offiziell als Programm 458 bezeichnet, ist ein zentrales Instrument der deutschen Bundesregierung zur Förderung des Heizungstauschs. Sie richtet sich an Hauseigentümer, die ihre alte Öl- oder Gasheizung durch eine erneuerbare Heizlösung ersetzen möchten. Die Förderung erfolgt in Form von Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Förderfähige Heizungssysteme

Gefördert werden insbesondere:

Förderhöhe und Boni

Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten. Hinzu kommen einkommensabhängige und Technologie-Boni:

Insgesamt sind maximal 70 % der förderfähigen Kosten abgedeckt, gedeckelt auf 30.000 Euro für das erste Wohneinheit.

Praxisbeispiele

Einfamilienhaus mit alter Ölheizung

Ein Ehepaar aus München ersetzt seine 30 Jahre alte Ölheizung durch eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Gesamtkosten betragen 25.000 Euro. Sie erhalten die Grundförderung (30 %) plus den Geschwindigkeitsbonus (20 %) = 50 %, also 12.500 Euro Zuschuss. Zusätzlich beantragen sie den Effizienzbonus (5 %), da die Wärmepumpe eine JAZ von 4,8 erreicht. Endgültiger Zuschuss: 13.750 Euro.

Geringes Einkommen, hohe Förderung

Eine Familie in ländlicher Region mit einem zu versteuernden Einkommen von 35.000 Euro tauscht eine Gasheizung gegen eine Pelletheizung aus. Kosten: 20.000 Euro. Grundförderung (30 %) + Geschwindigkeitsbonus (20 %) + Einkommensbonus (30 %) = 80 %, maximal jedoch 70 % = 14.000 Euro Zuschuss.

Voraussetzungen und Antragsweg

Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme bei der KfW gestellt werden – rückwirkend ist keine Förderung möglich. Notwendig ist ein Heizungsangebot eines Fachbetriebs sowie die Bestätigung, dass das neue System die technischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllt. Die Auszahlung erfolgt nach Einreichen der Rechnung und Inbetriebnahmenachweis.

Relevanz für Hauseigentümer

Die KfW-Heizungsförderung macht den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen deutlich günstiger. Besonders für ältere Häuser mit hohem Heizbedarf können Wärmepumpen oder Pelletheizungen langfristig Heizkosten senken. Zudem steigert die Modernisierung den Immobilienwert und reduziert den CO₂-Fußabdruck. Durch die steigenden CO₂-Preise bei fossilen Brennstoffen amortisiert sich die Investition oft innerhalb von 10–15 Jahren.

Häufige Fragen

Kann ich die Förderung mit anderen Programmen kombinieren?

Ja, die KfW-Heizungsförderung kann mit Steuervorteilen nach §35c EStG oder regionalen Förderungen kombiniert werden. Nicht kombinierbar ist sie mit der BEG-Wärmepumpenförderung (da Programm 458 selbst Teil der BEG ist).

Was passiert, wenn die Heizung schon vor Antragstellung eingebaut wurde?

Dann ist keine Förderung mehr möglich. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe (gültiges Angebot) gestellt werden.

Waermepumpe Solar

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.