Was ist der SCOP? Die saisonale Leistungszahl von Wärmepumpen

Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist eine entscheidende Kennzahl für die Bewertung der Energieeffizienz von Wärmepumpen. Im Gegensatz zur momentanen Leistungszahl (COP) betrachtet der SCOP nicht nur einzelne Betriebspunkte, sondern die gesamte Heizperiode unter realistischen Klimabedingungen. Diese Kennzahl wurde eingeführt, um die tatsächliche Effizienz von Heizsystemen unter praxisnahen Bedingungen besser bewerten zu können.

Technische Grundlagen und Berechnung

Der SCOP wird nach europäischen Normen (insbesondere EN 14825) berechnet und berücksichtigt verschiedene Klimazonen sowie typische Nutzungsprofile. Die Berechnung basiert auf vier unterschiedlichen Referenzklimata, wobei für Deutschland meist die Klimazone "gemäßigt" (z.B. Straßburg) verwendet wird. Der Wert setzt sich aus mehreren Teil-Lastbetriebspunkten zusammen, die unterschiedliche Außentemperaturen repräsentieren.

Die Berechnung des SCOP erfolgt durch Gewichtung der COP-Werte bei verschiedenen Temperaturen:

Typische Werte und Praxisbeispiele

Moderne Wärmepumpen erreichen in Deutschland typischerweise SCOP-Werte zwischen 3,0 und 5,0. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom erzeugt die Wärmepumpe 3-5 kWh Wärme. Konkrete Beispiele:

Ein praktisches Beispiel: Bei einem SCOP von 4,0 und einem jährlichen Wärmebedarf von 15.000 kWh benötigt die Wärmepumpe nur 3.750 kWh Strom. Im Vergleich zu einer Gasheizung mit 90% Wirkungsgrad ergibt sich eine deutliche Energie- und Kosteneinsparung.

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hausbesitzer ist der SCOP ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Auswahl einer neuen Heizungsanlage. Ein hoher SCOP-Wert bedeutet:

Besonders relevant ist der SCOP im Zusammenhang mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), das Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Heizsystemen stellt. Zudem beeinflusst der SCOP-Wert die Höhe möglicher Förderungen durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Bezug zu deutschen Normen und Förderungen

In Deutschland ist der SCOP durch verschiedene Normen geregelt:

Für die Förderung durch die BEG ist ein Mindest-SCOP erforderlich. Aktuell werden Wärmepumpen mit einem SCOP von mindestens 3,5 gefördert. Bei besonders effizienten Geräten (SCOP > 4,5) können höhere Fördersätze erreicht werden. Die genauen Anforderungen werden regelmäßig angepasst und sollten vor der Anschaffung einer Wärmepumpe geprüft werden.

Unterschied zwischen SCOP und JAZ

Während der SCOP ein berechneter Normwert ist, beschreibt die Jahresarbeitszahl (JAZ) die tatsächlich gemessene Effizienz einer Wärmepumpe im konkreten Gebäude. Die JAZ kann aufgrund von Gebäudeeigenschaften, Nutzerverhalten und Installation vom SCOP abweichen. In der Praxis sollte die JAZ mindestens dem SCOP entsprechen, idealerweise diesen sogar übertreffen.

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SCOP – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.