Der unterschätzte Speicher unter Ihren Füßen

Wenn Sie eine Fußbodenheizung besitzen, verfügen Sie über einen thermischen Speicher, den die meisten völlig ignorieren: den Estrich. Dieser 6–10 cm starke Betonboden hat eine erhebliche Wärmekapazität und eignet sich hervorragend als kurzfristiger Puffer für PV-Überschuss.

Das Prinzip: Wenn Ihre PV-Anlage mittags Überschuss produziert, erhöhen Sie die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung leicht. Der Estrich nimmt diese Wärme auf und gibt sie über Stunden langsam wieder ab – ohne dass die Wärmepumpe dabei laufen muss. Ergebnis: Weniger Netzstrombedarf am Abend und in der Nacht.

Physikalische Grundlagen

Estrich hat eine spezifische Wärmekapazität von ca. 840 J/(kg·K). Bei einer Dichte von 2.000 kg/m³ und einem typischen Estrich von 7 cm Dicke über 100 m² Fläche ergibt sich:

6,5 kWh thermisch aus dem Estrich allein – das ist beachtlich!

Wie viel PV-Strom entspricht das?

Die Wärmepumpe produziert diese 6,5 kWh thermisch mit einem COP von 4 aus ca. 1,6 kWh elektrisch. Das bedeutet: 1,6 kWh Solarstrom werden als Wärme im Estrich gespeichert – genug, um die WP am Abend für 1–2 Stunden zu entlasten.

Umsetzung in der Praxis

Wichtige Einschränkungen

Automatisierung mit EMS oder SG Ready

Die beschriebene Strategie lässt sich automatisieren:

Meine Empfehlung

Wenn Sie eine Fußbodenheizung haben, nutzen Sie die Estrichmasse als ersten kostenlosen Speicher. Aktivieren Sie SG Ready und stellen Sie sicher, dass die WP-Steuerung die Vorlauftemperatur bei SG-Ready-Signal erhöht. Das bringt echten Mehrwert – ohne jeden Euro Zusatzinvestition.

Waermepumpe Solar

Fußbodenheizung als thermischer Speicher für PV-Strom | PV + Wärmepumpe als Komplettsystem

Fußbodenheizung als PV-Wärmespeicher: Wie Estrichmasse, Vorlauftemperatur und Zeitsteuerung zusammenspielen für optimalen Eigenverbrauch.

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.