Die romantische Vorstellung und die Realität

Viele Menschen, die über eine WP+PV-Kombination nachdenken, haben eine optimistische Vorstellung: Im Winter scheint die Sonne, die PV-Anlage versorgt die Wärmepumpe, und die Heizkosten fallen auf null. Leider entspricht das nicht der Realität – und es ist wichtig, das klar anzusprechen, damit keine falschen Erwartungen entstehen.

Die Heizperiode in Deutschland dauert typischerweise von Oktober bis April – also 7 Monate. In diesen 7 Monaten produziert eine PV-Anlage erheblich weniger Strom als in den 5 Sommermonaten. Konkret: Etwa 30–35 % des Jahresertrags entfallen auf Oktober bis April.

Solarertrag in der Heizperiode: Die Zahlen

Für eine 10-kWp-Anlage in Mitteldeutschland (Jahresertrag ca. 9.500 kWh) bedeutet das:

Wie viel des WP-Stroms kommt von der PV?

Eine 8-kW-WP in einem typischen Einfamilienhaus verbraucht in der Heizperiode ca. 3.500–4.500 kWh. Das bedeutet: Die PV-Anlage kann bestenfalls 50–70 % des Winterstrombedarfs der WP decken – im wirklich schlechten Fall nur 20–30 %. Und das nur an guten Tagen, nicht kontinuierlich.

Die kritischen Wintertage: Reale Tagesleistung im Januar

An einem typischen Januartag in Deutschland produziert eine 10-kWp-Anlage:

Gleichzeitig verbraucht die Wärmepumpe an einem Kältetag (z. B. -5 °C außen) 15–25 kWh elektrisch. Die Differenz muss zwingend aus dem Netz kommen.

Was lernen wir daraus für die Planung?

Die positive Botschaft

Trotz aller Einschränkungen: Selbst in der Heizperiode spart eine WP+PV-Anlage erheblich. Jede kWh Solarstrom für die WP spart 25–30 Cent Netzstromkosten. Über die ganze Heizperiode können das 500–1.500 Euro sein – Jahr für Jahr.

Meine Empfehlung

Planen Sie Ihre WP+PV-Anlage mit realistischen Wintererwartungen. Ein guter Berater zeigt Ihnen die Monatsbilanz für das ganze Jahr – nicht nur die schönen Sommermonate. Mit realistischen Zahlen können Sie eine kluge Entscheidung treffen und werden später nicht enttäuscht.

Waermepumpe Solar

Heizperiode und Solarertrag: Was wirklich zusammenpasst | PV + Wärmepumpe als Komplettsystem

Solarertrag in der Heizperiode: Realistische Zahlen, typische Fehlerwartungen und wie Sie Ihre WP+PV-Planung auf sichere Grundlage stellen.

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.