Home Assistant: Der offene Weg zum optimalen WP+PV-Management

Home Assistant (HA) ist eine Open-Source-Smart-Home-Plattform, die von einer weltweiten Community entwickelt wird. Sie läuft auf einem kleinen Raspberry Pi oder einem dedizierten Home Assistant OS-Gerät und integriert Tausende von Geräten – darunter fast alle Wärmepumpen, Wechselrichter und Energiezähler am Markt.

Für WP+PV-Besitzer ist Home Assistant besonders interessant, weil es herstellerneutral ist und beliebig mit dynamischen Tarifen (Tibber), Wetterdaten, Netztarifen und eigenen Logiken kombiniert werden kann.

Voraussetzungen

Schritt 1: Wechselrichter integrieren

Die meisten Wechselrichter werden über HACS (Home Assistant Community Store) oder offizielle Integrationen eingebunden. Für SMA gibt es die SMA Solar-Integration, für Fronius die Fronius-Integration, für Kostal und Growatt ebenfalls populäre Integrationen. Diese liefern in Echtzeit: PV-Erzeugung, Einspeisung, Netzbezug, Batteriezustand.

Schritt 2: Wärmepumpe einbinden

Die Integration der Wärmepumpe ist komplexer, da es keinen einheitlichen Standard gibt:

Schritt 3: Automatisierungslogik erstellen

Jetzt kommt die eigentliche Stärke von HA: Automatisierungen. Beispielautomatisierung:

Schritt 4: Tibber-Integration für dynamische Tarife

Die offizielle Tibber-Integration in HA liefert stündliche Strompreise. Mit einer weiteren Automatisierung lässt sich die WP zu günstigen Stunden bevorzugt betreiben – auch wenn kein PV-Überschuss vorhanden ist.

Monitoring-Dashboard

HA's Lovelace-Dashboard visualisiert alle Energieflüsse übersichtlich. Mit der eingebauten Energie-Dashboard-Funktion sehen Sie auf einen Blick: PV-Erzeugung, WP-Verbrauch, Eigenverbrauchsquote und Kosten.

Meine Empfehlung

Home Assistant ist die flexibelste und günstigste EMS-Lösung – aber sie erfordert technisches Engagement. Wenn Sie sich gerne mit Smart-Home-Technik beschäftigen, ist HA unschlagbar. Wenn Sie eine fertige, wartungsarme Lösung wollen: Greifen Sie zum herstellereigenen EMS Ihrer WP oder Ihres Wechselrichters. Beide Wege führen zum Ziel.

Waermepumpe Solar

Home Assistant für WP+PV: Anleitung für die perfekte Integration | PV + Wärmepumpe als Komplettsystem

Home Assistant für Wärmepumpe und PV einrichten: Integrationen, Automatisierungen und Dashboards für optimalen Hybridbetrieb erklärt.

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.