Die richtige PV-Größe für Ihre Wärmepumpe – keine triviale Frage

Eine der häufigsten Fragen, die mir Hausbesitzer stellen: „Wie groß muss meine PV-Anlage sein, damit sie meine Wärmepumpe sinnvoll versorgen kann?" Die ehrliche Antwort: Es gibt keine universelle Formel, aber es gibt klare Faustregeln und eine Schritt-für-Schritt-Methodik, die zu einer fundierten Entscheidung führt.

Schritt 1: Strombedarf der Wärmepumpe ermitteln

Der Jahresstromverbrauch Ihrer Wärmepumpe hängt von mehreren Faktoren ab:

Formel: Jahresstromverbrauch WP (kWh) = (Jahresheizwärmebedarf in kWh + Warmwasserwärmebedarf in kWh) ÷ JAZ

Beispiel: Haus mit 15.000 kWh Heizwärmebedarf + 3.000 kWh Warmwasser = 18.000 kWh thermisch. Bei JAZ 3,5: 18.000 ÷ 3,5 = ~5.140 kWh elektrisch pro Jahr.

Schritt 2: Realistische PV-Erträge berechnen

In Deutschland produziert eine optimal ausgerichtete 1-kWp-PV-Anlage im Jahresdurchschnitt:

Schritt 3: Eigenverbrauchsquote schätzen

Nicht der gesamte PV-Strom fließt in die Wärmepumpe. Die Eigenverbrauchsquote hängt von Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch ab. Ohne Speicher und ohne EMS liegt sie für die WP bei ca. 40–60 %. Mit EMS und thermischer Speicherung: 60–80 %.

Schritt 4: PV-Größe berechnen

Formel: kWp = (WP-Strombedarf in kWh × 1/Eigenverbrauchsquote) ÷ spezifischer Jahresertrag

Beispiel: 5.140 kWh WP-Bedarf, Eigenverbrauchsquote 60 %, Ertrag 1.000 kWh/kWp: kWp = (5.140 × 1/0,6) ÷ 1.000 = 8.570 ÷ 1.000 ≈ 8,6 kWp

Dazu kommt noch der normale Haushaltsstromverbrauch (4.000–6.000 kWh). Insgesamt sollte die PV-Anlage also 10–15 kWp haben, um sowohl Haushalt als auch Wärmepumpe gut zu versorgen.

Faustregeln für die Praxis

Meine Empfehlung

Unterschätzen Sie die Anlagengröße nicht. Viele Hausbesitzer starten mit 6–8 kWp und bereuen später, nicht größer geplant zu haben. PV-Anlagen werden günstiger, und mit wachsender Elektromobilität (E-Auto) und Klimatisierung steigt der Strombedarf. Planen Sie daher mit Puffer – 12–15 kWp für ein modernes Einfamilienhaus mit WP sind keine Übertreibung, sondern Weitsicht.

Waermepumpe Solar

PV-Anlage für die Wärmepumpe richtig dimensionieren (kWp-Rechner) | PV + Wärmepumpe als Komplettsystem

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.