Der Sommerüberschuss: Zu schade zum Einspeisen

Im Hochsommer, wenn Ihre PV-Anlage auf Hochtouren läuft und das Haus keine Heizung braucht, entsteht täglich ein erheblicher Strom überschuss. Bei einer 10-kWp-Anlage können das im Juli und August 20–40 kWh täglich sein, die ohne spezielle Maßnahmen ins Netz fließen – zu 7–12 Cent Vergütung. Das ist schade, denn dieser Strom ist viel wertvoller, wenn er direkt genutzt wird.

Die naheliegendste Nutzung: Warmwasser. Jeder Haushalt braucht täglich Warmwasser, unabhängig von der Jahreszeit. Und Warmwasser lässt sich thermisch speichern – ideal für die zeitversetzte Nutzung von PV-Überschuss.

Strategie 1: Wärmepumpe als Warmwasserbereiter nutzen

Wenn Ihre Heizungswärmepumpe auch für die Warmwasserbereitung zuständig ist, konfigurieren Sie folgendes:

Strategie 2: Brauchwasser-Wärmepumpe als dedizierter Warmwasserbereiter

Eine separate Brauchwasserwärmepumpe (300–500 L) ist eine elegante Lösung, die unabhängig von der Heizungsanlage arbeitet. Sie entzieht der Raumluft Wärme (z. B. aus dem Keller) und überträgt sie auf das Warmwasser mit einem COP von 3–4. Für PV-Überschussnutzung ist sie ideal:

Strategie 3: Heizstab als Ergänzung

Wenn der PV-Überschuss die Wärmepumpe bereits vollständig auslastet und noch mehr Strom fließt, kann ein kleiner Heizstab (1–2 kW) im Warmwasserspeicher den Restüberschuss nutzen. Obwohl die Effizienz geringer ist (COP 1 statt 3–4), ist es immer noch besser als Einspeisung zu 8 Cent.

Wie viel lässt sich täglich speichern?

Ein 300-Liter-Warmwasserspeicher kann bei Aufheizung von 45 °C auf 60 °C etwa 5,2 kWh thermische Energie aufnehmen. Das entspricht bei COP 3 der Wärmepumpe einem elektrischen Einsatz von ca. 1,7 kWh. Ein 500-Liter-Speicher speichert entsprechend ca. 8–9 kWh thermisch.

Wirtschaftliche Berechnung

Angenommen: 100 Sommertage, täglich 3 kWh PV-Strom für Warmwasser statt Einspeisung.

Dieser Vorteil akkumuliert sich über 20 Betriebsjahre auf rund 1.500 €.

Meine Empfehlung

Konfigurieren Sie Ihre Warmwasserbereitung so, dass sie automatisch auf PV-Überschuss reagiert. Der einfachste Weg: Stellen Sie die Ladezeit auf die PV-Spitzenstunden ein. Der bessere Weg: SG-Ready-Verbindung mit dem Wechselrichter für eine dynamische Reaktion. Diese Maßnahme kostet wenig, spart aber täglich Geld – über die gesamte Lebenszeit der Anlage.

Waermepumpe Solar

Sommerstrategie: PV-Überschuss für Warmwasser nutzen | PV + Wärmepumpe als Komplettsystem

PV-Sommerüberschuss sinnvoll nutzen: Warmwasserbereitung mit Wärmepumpe oder Heizstab, Strategien für maximale Selbstversorgung und Kostenersparnis.

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Photovoltaik für den Heizstrombedarf

Wärmepumpe Solar adressiert Einfamilienhaus-Eigentümer, die eine vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage gezielt für den Strombedarf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen wollen. Der Rechner kombiniert PVGIS-Einstrahlungswerte je Postleitzahl mit dem saisonalen Wärmepumpenprofil nach VDI 4655. Ergebnis sind realistische monatliche Eigenversorgungs-Quoten zwischen 6 Prozent im Januar und 78 Prozent im Mai.

SG-Ready ist kein Hersteller-Marketing-Logo

Wir erklären in einer eigenen Sektion, was die vier SG-Ready-Schaltzustände technisch wirklich bedeuten und welche Wechselrichter-Marken das Signal korrekt auswerten. Aus aktuell rund 1.200 KfW-gelisteten Geräten unterstützen nur etwa 60 Prozent die volle Logik, der Rest schaltet nur Ein-Aus. Wer Heizen mit Sonnenstrom ernst meint, sollte das Paar Wärmepumpe plus Wechselrichter vor Kaufentscheidung gemeinsam prüfen.

Hintergrund und Datenschutz

Verantwortlich für das Portal ist die Science Works UG mit Sitz in Hannover; Gründer ist Sönke Wessels. Es bestehen keine bezahlten Empfehlungs-Beziehungen zu Geräteherstellern. Alle in den Rechner eingegebenen Verbrauchs- und PV-Werte werden DSGVO-konform behandelt und in der Anwendung nicht länger gespeichert, als für die Berechnung notwendig.

Eine zusätzliche Detailauswertung zeigt die Wechselwirkung mit Batteriespeichern zwischen 8 und 15 Kilowattstunden, die zwar die Sommer-Autarkie deutlich anheben, aber in den Wintermonaten die Wärmepumpe nur an wenigen Tagen tatsächlich speisen können, weshalb die saisonale Bilanz wichtiger bleibt als die mittlere Tagesquote.

Stand der Datenbasis ist 2026, Aktualisierungen erfolgen quartalsweise.